Mamamailt, wie siehst du aus?

So Ihr Lieben, da bin ich wieder. Halbwegs. Irgendwie.

Der letzte Blogeintrag ist noch vom letzten Jahr und die Vorsätze für das neue Jahr müssen schon mal auf 2018 verschoben werden. Warum?
Weil mamamailt im Moment nicht sehr ansehnlich ist.

„Aber mamamailt, wir sehen dich doch eh nicht!“ „Stimmt. Aber trotzdem!“

Seit Anfang Jänner bin ich nicht geschminkt, kein bisschen. Ich habe seit Wochen die Haare nicht getönt, gefärbt (gewaschen schon! – so tief ist mamamailt diesmal nicht gesunken!). Ich esse nicht viel („Äh, mamamailt. Das schadet dir jetzt wirklich nicht!“  „Ja, ok. Stimmt!“)
Seit Jänner wird auch nicht mehr gearbeitet, nicht mehr gekocht und auch nicht gelesen (Waaaasss???) und untertags schlafe ich manchmal einfach ein.

Und warum das Alles?

Bei mamamailt hat das neue Jahr gleich mit starken Schmerzen begonnen. Ich konnte nicht mehr gehen und wusste genau, was es war (Bandscheibenvorfall akut der Zweite). Am 2.1. holte mich die Rettung. Die fuhr mich ins Krankenhaus und ich durfte dort 13 Stunden in der Ambulanz verbringen. Nach sechs Infusionen, einer Dosis Morphium durfte ich am nächsten Tag – nach einer neuerlichen Infusion – wieder nach Hause. Die im Spital hatten nämlich kein Bett für mich frei. Am nächsten Tag fand ich mich wieder auf der neurologischen Ambulanz, hängend, ebenfalls mit neuerlichen Infusionen. Die Sinne schon leicht getrübt (haha, ich habe fast gelallt) hieß es „Leider wieder kein Bett frei – aber für morgen haben wir eines für sie reserviert!“ „Hihi, super, fast wie Urlaub!“

Das neue Jahr war hiermit gerettet und ich bekam am 5.1. mein Krankenhausbett in der Neurologie. Einen Fensterplatz auch noch! Ui, mamamailt, dass hast du aber gut gemacht. Und natürlich wieder eine Menge Infusionen, Tabletten und Spritzen. Auch fein. Das täglich Ziel „IchmussesbiszurDuscheschaffen!“ wurde ab dem 2. Tag erreicht (gut, ich bin halt irgendwie hingewankt und dann irgendwo am Boden gelegen, aber hat ja eh keiner gesehen!) Nach einer Woche konnte ich wieder aufrecht gehen. Das neue Jahr war somit zum zweiten Mal gerettet und nach fast 2 Wochen durfte ich das Krankenhaus dann auch wirklich wieder verlassen. Zu Hause begegnest du der Realität und die Wirkung der starken Tabletten ändern deine Wahrnehmung bis ins Letzte. Aber ja. Bis ins Bett hab ich schon gefunden…… Mittlerweile darf ich jeden 2.Tag zur Therapie und nächste Woche darf auch wieder ein Arbeitsversuch gestartet werden. Bis dorthin sollte ich die starken Medikamente reduzieren…. hoffentlich!

Der Verwegene – jetzt Künstler – hielt/hält mich teilweise für irr. Sein gutes Recht. Stimmt nämlich. Wenn dann die Wirkung der Tabletten einsetzt bin ich „etwas daneben“(zombieähnlicher Zustand) und beginne alles Mögliche, an unterschiedlichen Orten, auszuräumen, zu verändern und dann – wenn die Wirkung wieder nachlässt, das Chaos zu betrachten und in einen komaähnlichen Schlaf zu verfallen. Naja, ich wach ja immer wieder auf und räume das – durch Verwirrtheit angerichtete Chaos – wieder weg.

Daher kommt es auch, dass ich in der Früh irgendwie zu schwach bin mich zu schminken und mich meinem Haar zu widmen. Allerdings ist es zurzeit ja „Mützenkalt“ und daher hilft der Volumenschaum ja eh nix. Mütze auf und erst wieder zu Hause herunter. Die Therapie ist  im Wasser und bei der anderen Therapie liege ich alleine im Zimmer und meine Wirbelsäule wird am Schlingentisch gedehnt. Folterkammer. Wem interessiert da also mein Haar?

Es sei noch gesagt, dass ich meine Krücke (ich brauche diese nicht zum Gehen, sondern nur zum STEHEN) schon des öfteren in Geschäften zurückgelassen habe und sie mir immer wieder beim Verlassen des Geschäftes nachgebracht wurde. Hihi, den irren Blick habe ich ja noch – da kommt wahrscheinlich Mitleid auf. Und die Telefonnummer und der Name steht jetzt bitte schön auch schon drauf. „Naja, falls ich sie wo vergesse!“ Die Krücke – nicht die Telefonnummer!

Außerdem hat diese Krücke den Vorteil, dass du in den öffentlichen Verkehrsmittel einen fixen Sitzplatz hast (den ich ehrlich gesagt aber auch brauche). Die Leute sind einfach viel netter zu dir und man sollte sich überlegen, diese Krücke als neues Accessoire zu behalten.

„Na geh, mamamailt. So was macht man nicht!“

„Nicht?“

So und jetzt muss ich mal wieder hinaus, damit es nicht ganz so langweilig wird und ich wieder mal ungeschminkt unter Leute komme. Obwohl, das wird teuer. Ich kaufe so ziemlich jeden Blödsinn, wenn ich „gut drauf“ bin. Die Kinder und der Verwegene sind sich einig. Sie macht das nur unter Drogeneinfluss. Sonst ist sie doch ziemlich normal und kauft selten Etwas, oder etwa nicht?

Jaja und jetzt muss ich meine kleinen weißen Pillen schlucken und mich trotzdem irgendwie der Realität stellen. Auch wenn’s schwer fällt, mir schlecht ist, ich ungeschminkt bin und ich müde bin. Immerhin – geduscht bin ich! Also, geht doch.

Bis bald eure mamamailt

„Äh, mamamailt – aber deine Augenbrauen könntest du dir schon zupfen!?“

 

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