Es war anders. Früher.

Liebe Mädels, liebe Männer!

Früher feierte kaum jemand Halloween. Und wenn dann nicht im September und nicht in Wien. Weihnachten war im Dezember und wir selbst wurden nicht ständig von besorgten Müttern überwacht und bekamen nicht stündliche WhatsApp Nachrichten, wo wir uns den jetzt eigentlich befinden würden.

Es war anders. Früher.

Für Halloween bin ich zu alt. Irgendwie. Das überlasse ich den Kindern, die dieses Jahr wieder eine Party im Hause mamamailt angekündigt haben. Unzählige Teenager – blutend und weiß, runzelig und völlig normal aussehend – sitzen vor dem Fernseher und schauen Horrorfilme! Filme, von denen ich nicht einmal den Trailer überlebe. Filme, nach denen ich dann wieder wochenlang nicht schlafen kann. Ich habe den Spott der Kinder, die über mich lachen und überhaupt!

Weihnachtsschmuck und Adventskalender im September sind hart. Warum sollte ich mir im September einen Adventskalender kaufen, der dann sowieso bereits Anfang Oktober (heimlich) vernascht wird (früher habe ich die leeren Fenster mit Watte ausgefüllt!). Hält ja keiner aus bitte schön.

Natürlich gibt es auch nette Dinge, die es früher nicht gab. Ich bin ein großer Freund von WhatsApp (jaja, die drohende Gefahr) und so habe ich wenigstens irgendein Lebenszeichen von Kind 1 und 2. Gelegentlich kann man sie auch beschimpfen oder sie an lustigen Fotos teilhaben lassen. Ob sie wollen oder nicht. Wohl eher nicht.

Ausserdem liebe ich Instagram und bin fast ein wenig süchtig. „Äh, Mama fast? Du stalkst und schaust dir alles an!“ „Nur ein bissi. Ich schau‘ halt gerne was die Anderen machen.“ Stimmt. Ich sehe gerne was sie essen, was sie kaufen, was sie im Kleiderschrank haben, wohin sie reisen. Wunderbarst. Also liebe Leser gerne nehme ich euren Instagram-Account entgegen!

Dann gibt es natürlich auch sogenannte „böse“ Erfindungen, die anscheinend hauptsächlich Männer Spaß bereiten. Okay wir Frauen haben unsere Shoppingerlebnisse, aber müssen wir dazu jemanden erschießen? Nein.

Die Spielkonsole ist Feind Nr. 1 bei mamamailt. Niemand hört dir zu, niemand spricht mit dir.

„Äh, Kind können wir das jetzt endlich machen?“

„Nein, jetzt nicht – ich muss gerade kämpfen!“ WAS? Kämpfen und die Welt retten? „Hallo? Das ist ein Spiel! Würdest du jetzt bitte abdrehen!“

Nach einer ½ Stunde habe ich die Dinge selbst erledigt, das Kind hat die Welt gerettet und das Schießen eingestellt. Es findet Spaß an anderen Gegenständen – meistens in Form eines anderen elektronischen Geräts. Selber schuld, mamamailt.

Da muss man halt ein bissi strenger sein würde jetzt die Schwester sagen. Oder konsequenter. Oder überhaupt das Zeug verkaufen…. super Idee!

Es war anders. Früher.

Aber war es besser?

DAS kann ich euch leider nicht sagen. Ich weiß es nicht. Es war einfach nur anders.

Und ich? Ich gehe jetzt zu Kind 1 und 3 und verlange das sofortige Abschalten der Konsolen! So.

Bis bald eure mamamailt

…. und wenn ihr glaubt, sie hätten es getan – leider, nix. Sie mussten kämpfen und die Welt retten! Fragt sich nur, wer mich dann rettet!?

 

 

 

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