6, 7, 8, 21

Liebe Mädels, liebe Männer!

Bei obenangeführten Zahlen handelt es sich leider nicht um erträumte Lotto-, Bingo- oder andere vielversprechende Gewinnzahlen. Leider! Wie ja allgemein bekannt, hat man als berufstätige 3fach Mutter vor Weihnachten wenig Stress. Die Besorgung der Geschenke fällt ins Aufgabengebiet von Christkind, Weihnachtsmann & Co. Die Kinder basteln seit Jahren den Adventkranz selber und auch der Nikolaus kann jetzt schon seine Mitbringsl besorgen. Also was soll’s. Ich habe Nichts zu tun!

Ha. Schön. Lehne mich zurück. Entspanne mich. Lass mir meinen „Kribbel-Fuß“ massieren und bin – wie jedes Jahr – dem Zusammenbruch nahe. Oben angegebene Zahlen sind nämlich die Geburtstage meiner Kinder und des Verwegenen. Das heisst…. Kind 3 startet den Geburtstagsmarathon. Am 21.11. dürfen wir das erste Mal feiern. Da gibt’s noch allerhand zu lachen, man freut sich über Kuchen, Torte und Geschenke. Unzählige Kinder müssen eingeladen werden und auch sonst kann ich das Wort „Geburtstag“ ohne mit der Wimper zu zucken aussprechen.

Weiter geht’s dann mit Kind 2. Am 6.12. kommt nicht nur der Nikolaus (aber der hat ja bereits seine Mitbringsl ins Fenster gestellt), sondern Kind 2 hat Geburtstag. Es müssen Torten, Kuchen & Geschenke herbei geschafft werden und natürlich soll es auch eine kleine (wie klein?) PARTY geben. Dieses Jahr ist Bowling gewünscht. Gut. Bowlingspiele in der Bowlinghalle, Bowlingtorte zu Hause. Die Anforderungen werden größer – letztes Jahr war es noch eine Torte mit bunten Innenleben – und natürlich auch die Kinder, die langsam zu Jugendlichen „mutieren“. So.

Zu diesem Zeitpunkt verlasse ich kaum noch die Küche. Das Wimpernzucken beginnt. Warum? Am 7.12. meldet sich der Verwegene zu Wort und natürlich dürfen wir auch seinen Geburtstag nicht vergessen. „Ich brauch eh keine Torte, ich ess die Reste der anderen Torten, Muffins & Co.“ Nach jahrelangem, schlechten Gewissen ist selbst dieses von mir gewichen und ich bin froh, dass ich einen Tag NICHTS backen muss. Das Glück währt nicht lange und am 8.12. müssen wir uns Kind 1 widmen. Denn auch Kind 1 will seinen Geburtstag ausgiebig feiern. Muffins, Geschenke und ein paar Freunde sind auch an diesem Tag zu erwarten. Von mir könnt ihr leider nichts mehr erwarten – ich bin mal wieder nahe dem Zusammenbruch. Ich kann weder eine Torte sehen, noch eine Torte riechen und von Essen will ich gar nichts wissen. Überhaupt – „Mama, ich will Kekse backen!“ Haha. Kind 3 neigt zu Wunschträumen und ich träume auch – nicht von Torten, nicht von Geschenken, nicht von Partys. Nein. Ich träume von leergefegten Konten. Denn die Wünsche sind natürlich auch nicht ohne. Kind 1 will PS3 Spiele & Bücher. Na gut. Kind 2 will eine gesamte Snowboard Ausrüstung „Ich wachs eh nimma so viel“ und Kind 3 würde sich über so ziemlich das gesamte Playmobil Sortiment erfreuen. Und der Verwegene – ich glaube er hat auch Wünsche. Leider bleiben die fast jedes Jahr ein wenig auf der Strecke. So wie ich. Aber ich habe ja Nichts zu feiern.

Früher waren die Kinder noch sehr rücksichtsvoll und haben sich die teueren Spiele vom Christkind gewünscht „Dann müsst ihr nicht so viel zahlen. Das Christkind hat eh mehr Geld!“ Danke Kinder. Damit ist es seit der Entdeckung/Enttarnung des Christkinds wohl auch vorbei. Kind 1 „Mama, ihr habt uns jahrelang angelogen!“ „Ja und???“ Auch Kind 3 stellt bereits das Christkind in Frage. Allerdings. Kind 1 und 2 haben die Wahrheit auch verkraftet, warum sollte Kind 3 Schaden davon tragen. Oder doch? Sollte ich es wecken und ihm die Wahrheit sagen, die ganze Wahrheit? Aber ist ein liebes Engelchen nicht einfach netter anzusehen als zwei verschwitzte, verspannte Elternteile, die nichts anderes zu tun haben als Bäume (nagut einen Baum) zu schmücken, Geschenke einzupacken, Weihnachtsessen zaubern und überhaupt erst am 24. mit dem Weihnachtsputz beginnen?

Nein, liebes Christkind – mach‘ du deine Arbeit und ich mach‘ meine Arbeit. Du weisst schon, die mit den Geburtstagen und so. Immerhin habe ich ja Glück gehabt. Der eigentliche Geburtstermin von Kind 3 war ja der 5.12.! Haha. Vielleicht sind dann die oben angeführten Zahlen ja doch Glückszahlen und wir sollten es im Lotto versuchen! Also – lieber Verwegener – ich backe die Torten und du spielst Lotto. Damit kann dann wohl gar Nichts mehr schief gehen. Und wenn doch? Na, immerhin hätten wir ja da noch den Nikolaus und der hat ja noch jedes Jahr Etwas gebracht (wenn er – oder vielleicht doch ich? –  es nicht schon vorher zur Hälfte aufgegessen hat….. 99 kleine, flache Nikoläuse vor dem 6.12. zu naschen ist wirklich wunderbar!)

In diesem Sinne wünsche ich euch schon jetzt eine schöne Vorweihnachtszeit (immerhin haben die Märkte schon teilweise geöffnet) Solltet ihr einmal im Weihnachtsstress untergehen, dann denkt bitte ganz fest an mich und vielleicht fällt euer Stress ja dann ein wenig von euch ab. Bis bald.  Und hier noch eine kleines Auswahl der Torten vom letzten Jahr! Hmmmm…

Kind 2

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