Vom Igel und der schlechten Mutter

Liebe Mädels! Liebe Männer!

Eigentlich hatte ich ja einen Artikel über meine Reha vorbereitet. Dann gab es da den Artikel über den Igel und den Winterschlaf. Der Igel war übrigens ich. Und dann? Dann hat sich  mein Laptop verabschiedet und keinen meiner Artikel wieder freigegeben. Also bitte so schlecht waren sie auch wieder nicht!

So, und jetzt muss ich mir etwas Neue einfallen lassen.

Mama mailt – Mama würde eigentlich  gerne schlafen. Der Wunsch sich in einen Igel zu verwandeln ist groß. Wie wir  alle wissen ist so etwas natürlich nicht möglich. Kind1 würde jetzt sagen:“ Naja, ein Versuch war’s wert!“ Recht hat er – wünschen kann  man es sich ja. Gut – hiermit hat sich das Thema auch erledigt und wir können  uns den nächsten Überlegungen widmen. „Wie schlecht kann eine Mutter sein?“ Eigentlich finden mich meine Kinder nett,  manchmal cool, manchmal vielleicht ein wenig peinlich. Wie zum Beispiel letzte Woche beim Fußballspiel von Kind1. Nachdem wir nach einer viertel Stunde den  Spielfeldrand verlassen hatten, war es plötzlich sehr, sehr leise. Keine Schreie einer aufgeregten Mutter, keine unqualifizierten Zurufe einer noch  aufgeregteren Mutter. Die Mutter -ich – war dem Herzinfarkt nahe (wie bei jedem Fußballspiel von Kind1). Kind1 und 2 haben Humor und somit war auch diese Peinlichkeit nicht so schlimm. Manchmal sind Mütter natürlich auch anstrengend – „Kind2 wann räumst du eigentlich deinen  Saustall zusammen?“ Kind2 war brav und hat nach Monaten der  „Ermahnung“ den liebgewonnen Saustall („Ich finde ja alles in  meinen Saustall!) beseitigt. Kind3 dagegen treibt mich ohnehin zur Verzweiflung. Binnen Minuten kann ein einzelnes Zimmer in Chaos versetzt werden. Der Verwegene hält sich an das chinesische Horoskop und sieht in Kind3 den Affen. So wie die Mutter. Wieder ich. Ebenfalls Affe im chinesischen Horoskop und auch sehr beherzt im Chaos verbreiten. Allerding wird dieses Chaos auch wieder sehr schnell  beseitigt. Es lebe die Perfektion. Der Wunsch nach Perfektion ist bei Müttern ja meistens immer sehr groß. Man muss lernen,  dass es auch zeitweise ohne Perfektion und Ordnung funktioniert. Daran muss ich wohl noch ein wenig üben. Hm. Aber lieb haben sie mich trotzdem – die Kinder.  Und auch der Verwegene hätte gerne mehr von seiner Frau. Diese aber ist nach wie vor ein wenig „schwach“. Die Reha hat ihre Auswirkungen gezeigt und jetzt ist auch der rechte Fuß angeschlagen. Anfang  November darf ich zum neuerlichen MR „antreten“ und mich in die Röhre legen.

Und was wird aus den „schlechten“ Müttern? Ist man eine schlechte Mutter, wenn  Töchter nichts erzählen? Wenn Töchter wissen, dass sie alles erzählen können und es trotzdem nicht tun! Bin ICH eine schlechte Mutter, wenn ich ungeduldig  und laut mit süßen fast 7jährigen schreie? Bin ich eine schlechte Mutter,  wenn ich Kind3 – den fast 7jährigen – einiges mehr durchgehen lasse als Kind1 und 2? Kind2 äußert Bemerkungen über das „Verhätscheln“ von Kind3. „Mamaaaaa, bei uns hättest du  geschimpft!“ Kind2 hat recht. Die Mutter ist schwach, aber schlecht? Ist  das „verhätscheln“ von Kindern schlecht? Auch Kind3 liebt mich. Und  schläft am liebsten im großen Bett. Kind3 erklärt jeden Tag zum BESONDEREN Tag,  denn an diesen Tagen darf es im großen Elternbett schlafen (Geburtstag,  Schulanfang, Weihnachten). Wir leben also in einer Welt mit besonderen Tagen und schlafen des öfteren mit zwei kleinen, kalten Füßchen und Händchen im  Rücken und Gesicht – so schlecht kann die Mutter also gar nicht sein, oder?
Wo –  wenn nicht zuhause – sollen wir unsere schlechte Laune und unsere Schwächen  ausleben? Und hier wären wir auch wieder beim Igel. Die Launen und Schwächen würden wir mitnehmen in unseren warmen, weichen Winterschlaf und an einem schönen, sonnigen und warmen Frühlingstag wären wir wieder glücklich und zufrieden! Wir wären nicht schlecht und wir wären auch nicht schwach!

Naja, wünschen können wir’s uns ja eigentlich ALLES. Wenn’s nicht klappen sollte – hier noch ein paar Tipps für lange, kalte Winterabende.

Von mir zuletzt gelesene Bücher:

Die Therapeuthin/Das Trauma (Camilla  Grebe, Asa Träff)

Gruber geht (Doris Knecht)

Glücklichsein für Fortgeschrittene  (Cordula Reyer)

Still missing  (Chevy Stevens)

Sommer wie Winter (Judith  .W.Taschler)

Die Dienstagsfrauen (Monika Peetz)

Der Knochenacker (P.J.Parrish)

Der Verehrer (Charlotte Link)

Bücher auf meinem Nachttisch:

Never Knowing (Chevy Stevens) –  befinde mich derzeit auf Seite 69

Das Orchideen Haus (Lucinda Riley)

Alles über Sally (Arno Geiger)

Zuletzt gesehene DVD’s:

The September Issue (Portrait der  US-Vouge-Chefin Anna Wintour)

Kung Fu Panda 2 (Hape Kerkling) –  Zwischen Kochen & Wäscheaufhängen! Haha.

Filme, die noch immer darauf warten  gesehen zu werden:

Black Swan (Natalie Portman)

Die Päpstin (Johanna Wokalek, John  Goodman, David Wenham,  Iain Glen)

Vergissmichnicht (Sophie Marceau)

Kokowääh (Emma Schweiger, Til  Schweiger)

So und jetzt wünsche ich Euch allen einen schönen Herbst, einen netten Winterschlaf und solltet ihr einmal trotzdem nicht wissen was Ihr machen sollt, dann gibt es unter www.kekinwien.at auch viele interessante Tipps zum Thema Kunst, Essen & Kino.

So und jetzt ist leider auch das Glas Cider leer, Kind3 verlangt nach Aufmerksamkeit und räumt die bereits befüllten Säcke für den Flohmarkt wieder aus. Hilfe. Nein. Kind3 bitte aufhöööören!  Alles bleibt IN DEN SÄCKEN!!! Nein, nicht auf die CD hämmern. Gib den Hammer wieder zurück. Nein, das Brot kann man nicht aufbacken! (Kind1 kommt gerade nach Hause und sucht Essbares.) Nein, lass die Außerirdischen im Karton. Nein, wir haben nichts anderes zu essen! ……

Bis bald Babsi

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